Lochblech? Nicht in diesem Atrium. Im Bürogebäude TWEED in Brüssel haben Altiplan architects die Akustik-Innenfassade des Atriums mit hinterleuchteten Akustikpaneelen aus AIR-board® acoustic realisiert. Der transluzente Schallabsorber von Design Composite ersetzt das ursprünglich geplante Lochblech: mit höherer Schallabsorption, kompakterem Aufbau und indirekter Beleuchtung.
Marek Kisielewicz, Partner, Altiplan architects: „Delighted to have placed AIR-board® acoustic absorber
by Design Composite in this beautiful project“.
Das Projekt: Bürogebäude TWEED in Brüssel
Der Vorgängerbau aus den 1960er-Jahren lag mit seiner Fassade in einem denkmalpflegerischen Schutzbereich. Ein Erhalt war wirtschaftlich und architektonisch nicht umsetzbar. Der Neubau verbindet modulare Büroflächen, ein verglastes Atrium und eine Fassade aus hellem Naturstein mit zurückversetzten Dachgeschossen und Terrassen. Passivhausstandard, BREEAM „Excellent“, begrünte Dächer und Photovoltaik setzen den Anspruch an morgen.
Die Anforderung: Schallabsorption αw 0,80 für die Innenfassade
Der Akustiker forderte für die Akustikwand im Atrium einen bewerteten Schallabsorptionsgrad von mindestens αw 0,80. Der Referenzaufbau sah Lochblech, 90–100 mm Luftraum und 70 mm Steinwolle vor. Die Planer suchten jedoch Akustikpaneele, die diese Werte erreichen und sich zugleich indirekt hinterleuchten lassen – denn horizontale Lichtbänder prägen die Geometrie des Atriums.
Hinterleuchtete Akustikpaneele statt Lochblech
Die Wahl fiel auf AIR-board® acoustic, 19 mm. Der ausgeführte Aufbau – Paneel, 81 mm Luftraum, 50 mm poröser Absorber – erreicht in der Simulation αw 0,85 und liegt damit über der Vorgabe. Er baut kompakter als die Lochblech-Variante und lässt sich hinterleuchten. Ein alternativer transluzenter Schallabsorber hätte bei αw 0,40 rund 50 % mehr Absorberfläche benötigt, um denselben akustischen Komfort zu erreichen.
Lichtgestaltung mit transluzenten Akustikpaneelen
Ein Mock-up mit LED-Bändern zur Hinterleuchtung oben und unten ergab eine ungleichmäßige Lichtverteilung. Ausgeführt wurde ein LED-Band nur an der Unterkante vor einem weiß beschichteten Absorber. Das erzeugt einen weichen Lichtverlauf; die vertikalen Paneele bleiben unbeleuchtet. So treten die horizontalen Lichtbänder hervor und zeichnen die Geometrie des Raums: Licht, Ruhe, klare Linien.
Wirtschaftlich geplant, wartbar gebaut
- Paneelformat 2.700 × 1.440 × 19 mm: weniger Verschnitt bei 720 mm durchschnittlicher Höhe
- 1 mm transluzente Kante: kostengünstig, aus der Distanz nicht sichtbar
- Transluzentes Stoßprofil: unsichtbare Fugen, ebene Fläche
- Demontierbar über EPDM-Einlagen: LED-Bänder lassen sich tauschen
Häufige Fragen zu hinterleuchteten Akustikpaneelen
Lassen sich Akustikpaneele hinterleuchten?
Ja. AIR-board® acoustic ist ein transluzenter Schallabsorber, der sich mit LED-Bändern indirekt hinterleuchten lässt. Die akustische Wirkung bleibt dabei erhalten – im Atrium TWEED mit αw 0,85 im Gesamtaufbau.
Was ist die Alternative zu Lochblech als Akustikverkleidung?
Transluzente Akustikpaneele aus Composite-Sandwichmaterial. Sie bauen kompakt, erreichen im Aufbau eine höhere Schallabsorption und ermöglichen Lichtgestaltung, die mit Metall nicht möglich ist.
Für welche Räume eignet sich eine hinterleuchtete Akustikwand?
Für Atrien, Foyers, Empfangsbereiche, Büros und Innenfassaden, in denen Raumakustik und Lichtplanung zusammen gedacht werden.
Fakten zum Projekt
| Projekt | Atrium TWEED, Brüssel (Belgien) |
| Architektur | Altiplan architects |
| Material | chaos AIR-board® acoustic, 19 mm |
| Schallabsorption | αw 0,85 (Aufbau, Simulation) |
| Zertifizierung | BREEAM „Excellent“, Passivhausstandard |
| Hersteller | Design Composite GmbH, Niedernsill, Österreich |
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Wir entwickeln gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden passende Composite-Lösungen für Architektur und Akustik. Technische Daten und Kernvarianten befinden sich in den Datenblättern.
Referenzprojekt Atrium TWEED, Brüssel
Altiplan architects
Fotos: Copyright sonogamma
